1. Den Zweck festlegen
Soll das Produkt verkauft, verschenkt oder bei der Arbeit getragen werden? Wer nutzt es, wann und wie häufig? Für einen Event kann das Datum im Mittelpunkt stehen. Bei einem Verkaufsprodukt lohnt es sich zu fragen, ob das Motiv auch ohne den konkreten Anlass getragen würde. Eine kurze Beschreibung von Zielgruppe und Einsatz ist ein guter Ausgangspunkt.
2. Produkt und Grössen gemeinsam planen
Neben dem Kleidungsstück gehört die Grössenverteilung in die Planung. Eine Gesamtmenge allein reicht für eine Bestellung noch nicht. Bei Teamkleidung können die Grössen vorab gesammelt werden. Bei Giveaways lässt sich die Verteilung anhand der erwarteten Gäste abschätzen. Verfügbarkeit, Passform und ein mögliches Muster sollten vor der Bestellung geklärt werden.
3. Die Gestaltung auf das Produkt abstimmen
Ein bestehendes Logo ist ein Anfang, aber noch kein fertiges Merch-Konzept. Position, Motivgrösse und Textilfarbe beeinflussen das Ergebnis. Eine kleine Brustplatzierung erfüllt eine andere Rolle als ein grossflächiges Rückenmotiv. Vor der Freigabe sollten alle vorgesehenen Platzierungen und Varianten sichtbar dokumentiert sein.
4. Das Verfahren anhand des Auftrags wählen
Siebdruck, DTF-Druck und Stickerei sind mögliche Verfahren. Eine pauschale Regel allein nach Stückzahl greift zu kurz: Auch das Material, die Anzahl der Motive und das gewünschte Ergebnis zählen. Deshalb sollten Produkt und Motiv gemeinsam beurteilt werden. Bei Unsicherheit klären wir, welches Muster für eine belastbare Entscheidung sinnvoll ist.
5. Die vollständigen Kosten vergleichen
Eine Offerte sollte erkennen lassen, welche Leistungen enthalten sind: Textilien, Gestaltung, Datenaufbereitung, Einrichtung, Veredelung, Muster und Lieferung. Bei späteren Nachbestellungen können andere Bedingungen gelten. Sinnvoll ist deshalb, schon beim ersten Auftrag nach der Möglichkeit kleinerer Folgeauflagen zu fragen.
6. Vom benötigten Termin rückwärts planen
Zum Produktionsablauf gehören auch Auswahl, Gestaltung, Rückmeldungen und Freigabe. Ein gewünschter Liefertermin sollte gleich in der Anfrage stehen. Erst nach Prüfung der Verfügbarkeit und des konkreten Produktionsumfangs lässt sich ein Termin bestätigen. Die Bestellung ist noch nicht vollständig, solange Grössen oder Motive offen sind.
Ein Beispiel aus Arosa
Für Hotel Hof Maran haben wir die Merchandise-Umsetzung übernommen und 600 T-Shirts als Geschenk für die kleinen Hotelgäste gedruckt. Bei solchen Aufträgen müssen Gestaltung, Grössen und Menge zusammenpassen. Ein klarer Verwendungszweck hilft dabei, diese Entscheidungen früh zu treffen.
Das gehört in die erste Anfrage
Verwendungszweck und Zielgruppe; gewünschtes Produkt; ungefähre Menge und Grössen; vorhandenes Logo oder Motiv; gewünschte Platzierungen; Budgetrahmen und Liefertermin. Noch offene Punkte können ausdrücklich offen bleiben. So lässt sich erkennen, wo Beratung und Gestaltung gebraucht werden.